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Tip: Besuchen Sie auch die Rubrik "Wußten Sie schon..." am Ende dieser Seite!

SÜSSSTOFF – WIRKLICH EINE GUTE ALTERNATIVE?

Süßstoff – wirklich eine gute Alternative?
immer häufiger ist die Aufschrift „ohne Zucker“ oder „Diät“ auf diversen
Lebensmitteln zu lesen. Und immer mehr Menschen greifen nach ihnen, da mit
diesen Begriffen oft die Idee einhergeht, dass sie gesünder sind und vor
allem weniger dick machen im Gegensatz zu den „Zuckerprodukten“. Da
Süßstoffe so gut wie keine Kalorien enthalten und zudem vom Organismus in
unveränderter Form wieder ausgeschieden werden, scheinen diese Annahmen
auch durchaus plausibel. Aber ist es wirklich so einfach? Sind Süßstoffe
wirklich eine gute Alternative zu herkömmlichem Zucker?

Süßstoff – ein Dickmacher?
Süßstoffe enthalten keine bzw. kaum Kalorien. Aber helfen süßstoffhaltige
Lebensmittel im Kampf gegen Übergewicht wirklich, oder bewirken sie
vielleicht sogar das Gegenteil? Frau Dr. Andrea Schmelz, Chefredakteurin
von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind", erklärt dazu folgendes:

„Melden die Geschmacksknospen der Zunge etwas Süßes, bedeutet das für den
Körper: Gleich kommt eine Portion Zucker! Damit der Zuckerspiegel im Blut
konstant bleibt, schüttet die Bauchspeicheldrüse innerhalb von 90 Sekunden
Insulin aus. War es jedoch „blinder Alarm“ und kommt statt Zucker nur
kalorienfreier Süßstoff, stürzt sich das Insulin auf den noch vorhandenen
Zuckergehalt im Blut und senkt damit den Blutzuckerspiegel. Das wiederum
bedeutet für den Körper: Hunger, sofort etwas essen! Der Körper merkt
also, dass er beschummelt worden ist, und fordert die gesparten Kalorien
an anderer Stelle wieder ein.“

Vielleicht auch eine Erklärung, warum die Zahl übergewichtiger Amerikaner
in den vergangenen Jahrzehnten genauso stetig anstieg wie der
Süßstoff-Konsum in den USA.

Süßstoffe – unbedenklich oder gefährlich?
Aspartam = E 951, Saccharin = E 954 und Cyclamat = E 952 gehören zu den
bekanntesten Süßstoffarten.

Über das Thema Aspartam können Sie sich auf unserer Gesundheitsseite in
unserem Artikel „Die bittere Wahrheit über das süße Aspartam“ ausführlich
informieren. Wie gefährlich ist Aspartam wirklich? Welche Nebenwirkungen
kann die Einnahme von Aspartam mit sich bringen? Was bewirkt Aspartam in
unserem Körper?

Bei hohen Dosierungen von Saccharin und Cyclamat (meist als ein Gemisch
eingesetzt) wurde im Tierversuch Blasenkrebs bzw. Hodenatrophie, sowie bei
Cyclamat zusätzlich ein Blutdruckanstieg beobachtet. Wirkungen dieser Art
konnten am Menschen trotz mehrerer Untersuchungen bislang nicht bestätigt
werden.

„Bei Kindern droht schnell eine Überdosierung. Kinder erreichen aufgrund
ihres geringen Körpergewichts sehr schnell die für Erwachsene berechneten
ADI-Werte (acceptable daily intake – tägliche akzeptable Dosis). Trinkt
ein 15 kg schweres Kind z. B. 0,7 Liter einer cyclamathaltigen Limonade,
überschreitet es damit bereits den festgelegten Höchstwert. Da außerdem
die Stoffwechselaktivität von Kindern höher ist als die von Erwachsenen,
lassen sich die gesundheitlichen Folgen nicht abschätzen. Der Speiseplan
Ihres Kindes sollte keine oder höchstens gelegentlich Süßstoffe enthalten,
jedoch sicherheitshalber kein Cyclamat und Saccharin“, informiert Frau Dr.
Andrea Schmelz, Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein
Kind" weiterhin.

Besser Süßen mit Zuckeralternativen
Agaven -, Apfel- oder Birnendicksaft, Ahornsirup, Honig oder Vollrohrzucker
eignen sich hervorragend zum vollwertigen Süßen. Allerdings sollten auch
diese in sparsamen Mengen genossen werden, da sie ähnliche Mengen an
Kalorien enthalten wie Zucker und ebenso schädlich für unsere Zähne sind.

FAZIT: Verzichten Sie auf süßstoffhaltige Lebensmittel wenn möglich
vollständig, und nehmen Sie Zucker nur in geringen Mengen zu sich – ihr
Körper wird es ihnen danken!


Gesunde Zellen für ein langes Leben

Wie sich unser Körper selbst verjüngt

Nie zuvor war die Lebenserwartung so hoch wie heute: Frauen werden im Durchschnitt 80 Jahre alt, Männer 73 Jahre. Wir haben also viel Zeit, um Schönes zu erleben, um Eindrücke zu sammeln und Erfahrungen weiterzugeben. Um an uns zu arbeiten und uns zu vervollkommnen. Vorausgesetzt, Körper, Geist und Seele sind wohlauf. Studien zeigen eindeutig: Wir sind nicht Sklaven unserer Gene. Vielmehr entscheidet der persönliche Lebensstil, wie lange wir gesund und fit bleiben. 
Es lohnt sich, die Zellerneuerung des Körpers durch einen gesunden Lebensstil zu unterstützen. Das Resultat ist ein langes vitales Leben.
Dabei haben die Bausteine unseres Körpers – unsere Zellen – eine Schlüsselrolle. Unter den etwa 100 Billionen Zellen, aus denen unser Körper besteht, findet in jedem Augenblick ein Wechsel statt. Fortwährend sterben Millionen von ihnen und werden durch neue ersetzt, teilweise in rasanter Geschwindigkeit. In jeder Sekunde bilden sich Millionen neuer Zellen. Wie schnell das im jeweiligen Organ vor sich geht, hängt vor allem mit dem Bedarf des Körpers zusammen. Je rascher sich Zellen verbrauchen oder je höher die Nachfrage an bestimmten Zellen ist, desto intensiver erneuern sie sich – wenn gute Bedingungen im Körper herrschen. Darin liegt auch unsere Chance: Wenn wir die Körperzellen gezielt unterstützen, regenerieren sie sich besser, und Alterungsprozesse werden verlangsamt.

Wie oft erneuern sich unsere Zellen?
Weiße Blutkörperchen etwa bilden sich innerhalb von wenigen Tagen neu. Die Hautzellen an den Fußsohlen erneuern sich etwa alle 19 Tage, rote Blutkörperchen nach 4 Monaten. Knochenzellen werden ständig auf- und abgebaut – altes Knochengewebe wird durch Knochenabbau-Zellen aufgelöst, dann rücken die Knochenaufbau-Zellen nach und füllen die defekte Stelle wieder auf. Im gesunden Knochen werden diese Reparaturen ständig durchgeführt. Nach ca. 10 Jahren ist das gesamte Skelett erneuert – mit zunehmendem Alter dauert es länger. Die Leber besitzt die einzigartige Fähigkeit, sich wieder vollständig zu regenerieren. Forschungen belegen: Spendet man einen Teil der Leber, wächst innerhalb von nur sechs Monaten das Organ komplett nach – und zwar auf seine ursprüngliche Größe.
Auch die Haut kann sich gut neu bilden – die überaus aktiven Hautzellen machen es möglich. Um diesen Prozess anzuregen, werden Schälkuren und Peelings angewandt. Vor einigen Jahren war man sich noch einig, dass die Neubildung von Gehirnzellen nicht möglich ist. Inzwischen erbrachten Wissenschaftler den Beweis, dass sich in bestimmten Gehirnregionen immer wieder neue Nervenzellen bilden.

Hoffnungsträger Stammzellen
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in den meisten Organen Stammzellen als Bauplan für „Ersatzteile“ zur Verfügung stehen. Mit ihrer Hilfe kann unser Körper verletztes Gewebe und abgestorbene Zellen ersetzen. Stammzellen haben die Fähigkeit, sich zu teilen und alle Zellen neu zu bilden, denn sie sind nicht auf ein bestimmtes Organ oder eine bestimmte Zellart festgelegt. Das macht sie auch zu einem Hoffnungsträger für die Entwicklung neuer Therapien in der Medizin.

Sauerstoff für die Zellen
Die Zellen
Der erwachsene Mensch besteht aus rund 100 Billionen Zellen. Sie sind die Bausteine unseres Körpers und leisten Erstaunliches. Ohne sie würde nichts im Körper funktionieren. Die Zellen sorgen zum Beispiel dafür, dass Sauerstoff im Körper transportiert wird, der Mensch fühlen und sich bewegen kann. Auch am Stoffwechsel sind die winzigen Bausteine beteiligt. Damit Zellen optimal arbeiten können, brauchen sie genügend Nährstoffe und Sauerstoff. Sie sind es, die von uns auch Ruhe fordern, um sich regenerieren zu können.
Damit jede Zelle ihre Aufgaben erfüllen kann, wird Energie benötigt. Zur Erzeugung dieser Energie braucht der Organismus Sauerstoff als „Treibstoff‘‘. Sind wir unterversorgt, werden wir müde. Kein Stoffwechselvorgang in unserem Körper findet ohne Sauerstoff statt, und für die ständige Zellerneuerung ist er absolut notwendig. Auch wichtige Nährstoffe können nur mit Hilfe von genügend Sauerstoff ausreichend von den Zellen aufgenommen werden. Da Sauerstoff über das Blut in die Zellen gelangt, ist eine gute Durchblutung ebenfalls wichtig (siehe hier).

Gesunde Lebensweise kontra Freie Radikale
Wenn sich die Zellen nicht mehr gut erneuern, der Körper krank wird oder frühzeitig altert, liegt dies vor allem an den so genannten Freien Radikalen. Das sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die die Körperzellen angreifen und den Zellkern sowie die Zellwände schädigen. Sie entstehen vor allem durch Rauchen, schlechte Ernährung sowie ein Übermaß an Stress, UV-Licht und Ozon. Je mehr Zellen von diesen Freien Radikalen angegriffen werden, desto schneller altert der Mensch. Die gute Nachricht ist: Den Freien Radikalen ist niemand wehrlos ausgeliefert. Mit einer gesunden Lebensweise können sie unschädlich gemacht werden.

Rauchen schadet am meisten
Das Wichtigste, um möglichst lange jung zu bleiben und auch so auszusehen: Nicht rauchen! Rauchen ist der Zell-Killer Nummer eins. Eine Zwillingsstudie der britischen Health Education Authority zeigt: Wer raucht, altert schneller – völlig unabhängig von der Veranlagung. Die Wissenschaftler hatten 50 Zwillingspaare, von denen jeweils einer ein Raucher und der andere ein Nichtraucher war, genau untersucht. Sie stellten durch Ultraschallmessungen fest, dass die Haut der rauchenden Zwillinge um ein Viertel dünner war als die der nichtrauchenden Geschwister. Rauchen verengt die Blutgefäße. Die Haut wird schlechter mit Nährstoffen versorgt. Auch andere Teile des Körpers leiden unter dem blauen Dunst: Organe und Gewebe bekommen nicht mehr ausreichend Sauerstoff. An der Haut sehen wir die Auswirkungen, an den Organen spüren wir es leider erst, wenn Fehlfunktionen und Beschwerden auftreten.

Für die Zell-Gesundheit: Ausgewogen ernähren
Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Zellen. Besonders Obst und Gemüse sollten mehrmals täglich auf dem Speiseplan stehen, denn die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe – die Farb-, Duft- und Geschmacksstoffe einer Pflanze – wirken sich positiv auf die Gesundheit und den Alterungsprozess aus. Sie schützen unsere Zellen vor Angriffen der schädlichen Freien Radikalen.

Auf die Vitamine A, C und E achten
Wichtig für die Bekämpfung der Freien Radikalen sind vor allem die Vitamine A, C und E. Die Nahrungsmittelindustrie hat dies aufgegriffen und werbewirksam „ACE-Produkte“ auf den Markt gebracht. Besser ist es aber, die Vitamine im Original zuzuführen. Vitamin A ist zum Beispiel in Karotten und Fenchel enthalten, Vitamin C in Orangen, Grapefruits, Paprika und Brokkoli. Vitamin E in Grünkohl, Spinat und allen Pflanzenölen. Neben diesen Vitaminen hat sich auch das Spurenelement Selen als guter Radikalenfänger erwiesen. Es ist unter anderem in Fisch, Nüssen und Sesam enthalten. Damit die Vitamine auch wirklich im Körper ankommen und nicht vorher zerstört werden, muss das Gemüse schonend zubereitet werden. Viele Gemüsesorten sind auch als Rohkost lecker. Ebenfalls wichtig: Viel trinken. Der Körper braucht Flüssigkeit, um Schadstoffe abzutransportieren.

Stress vermeiden: Regelmäßige Entspannung beugt vor
Es ist zwischen positivem und negativem Stress zu unterscheiden. Untersuchungen zeigen, dass negativer Stress nicht nur zu schweren psychischen Schäden führt, sondern auch Organe vorzeitig altern lässt. Wer ständig von einem Termin zum nächsten hetzt, tut sich und seinem Körper nichts Gutes. Dieser negative Stress beschleunigt die Stoffwechselprozesse stark. Dadurch werden Funktion und Struktur der Zellen intensiv belastet, so dass sie oft nicht genügend Zeit haben, um die angesammelten Schäden zu reparieren. Die Zellen können sich derart verändern, dass sogar Krebs entstehen kann. Positiver Stress hält dagegen jung, weil der Körper dabei Glückshormone, die so genannten Endorphine, produziert. Sie schützen die Zellen vor der Alterung.

Zellen brauchen Harmonie und erholsamen Schlaf
Immer mehr Forschungsergebnisse zeigen, dass der Organismus am besten funktioniert, wenn er sich zwischendurch regelmäßig erholen kann. Jeder kennt das lähmende, trübe Empfinden im Anschluss an eine schlaflose Nacht. Nach einem erholsamen tiefen Schlaf hingegen erwachen wir „wie neu geboren“. Im Schlaf regenerieren sich die Kräfte, die Zellen erneuern sich. Auch Lebensfreude, Ausgeglichenheit und Harmonie wirken sich positiv auf die Zellerneuerung und somit auf den Körper aus. Untersuchungen zeigen: Wer mit sich und anderen im Einklang ist, wird auch seltener krank. Anderen verzeihen, nicht von Hass erfüllt durchs Leben ziehen – damit tut man nicht nur seinen Mitmenschen einen Gefallen, sondern auch und vor allem sich selbst.
Gabriele Hellwig

Buchtipps:
 Die Kraft strahlender Gesundheit. Neue Vitalität für Millionen Körperzellen, Nobuo Shioya, Goldmann-Verlag, erscheint in Kürze, 7,95 €
Faszination menschlicher Körper. Selbstheilungskräfte des Körpers, Naumann und Göbel, 12,95 €
Fit bis in die Körperzellen – Jung und vital mit der Franklin-Methode, Eric N. Franklin, VAK, 15,50 €
Erholsamer Schlaf – Endlich wieder Kraft und Ruhe finden, Dipl. Psych. Sabine Eller, Werner Waldmann, Urania, 12,95 €

Wer sich, im Interesse für seine Gesundheit informieren möchte, sollte die folgenden Beiträge über die wahren Hintergründe der Vogelgrippe ganz genau lesen- bitte die Links anklicken!http://www.faktuell.de/Hintergrund/Background367.shtml
http://www.saar-echo.de/de/art.php?a=31019

Die Heilkraft der Edelsteine und Kristalle
Autor:Ina Ernst (07.05.2003)

Quarzuhren funktionieren allein durch die Schwingung des Quarzes. Auch für den menschlichen Körper sind die Schwingungen der Edelsteine und Kristalle nicht ohne Bedeutung.
Die Chinesen entwickelten schon 4000 Jahre v. Chr. durch Auflegen von Heilsteinen eine der ältesten Heilmethoden. Auch die Ägypter, Römer und Griechen erkannten die schützenden und heilenden Wirkungen der Kristalle. Hildegard von Bingen hat sich im frühen Mittelalter mit den heilenden Kräften der Steine als Wissenschaft befasst. Das Wissen der Menschen über die natürlichen Heilkräfte der Steine hat Jahrtausende überdauert.

Sie sind aus den klaren Wassern des Paradieses entstanden, tief eingebettet im Erdinnern, über Millionen von Jahren dem gewaltigen Druck von Erd- und Gesteinsmassen ausgesetzt, mit magnetischen Strahlkräften ausgestattet, von Gnomen und Elfen bewacht – so wurden nach unseren Sagen und Legenden die kostbarsten Kleinode unserer Erde, die Edelsteine beschrieben.

Wenn man bedenkt, dass unsere schönsten und kostbarsten Steine, wie beispielsweise der Diamant, der Rubin, der Saphir, der Smaragd und der Amethyst aus so einfachen Grundelementen wie Kohlenstoff, Tonerde, Kieselsäure, Kalk und Magnesium entstanden sind, ist dies schon ein Wunder für sich.

Der Glaube und die Lehre von der wundertätigen Kraft dieser Steine ist so alt, wie der Mensch denken kann. Bereits die alten Babylonier und die Assyrer kannten heilende Tinkturen aus Edelsteinen. Genaue Anleitungen zur Zubereitung von Edelsteinmedikamenten in Form von Elixieren, Pulvern, Pasten und kompliziert herzustellenden Oxiden enthält das altindische Ayurveda.

Priester, Medizinmänner, Herrscher und Schamanen trugen mächtige Edelsteine als Symbole ihrer spirituellen oder weltlichen Autorität. Der Stein am Ring an der Hand des Priesterkönigs, die Edelsteine in seiner Krone und die Kristalle an seinem Ritualgewand waren nicht nur für die ihn umgebenden Menschen ein äußeres Zeichen, dass er mit den geistigen Mächten in ständigem Kontakt stand. Sie waren für ihn auch ganz konkrete Hilfsmittel für die Kommunikation mit diesen Kräften. Aus diesem Grunde wurden die Räume der Kapellen, die Schreine der Reliquien und das Altargerät auch reichlich mit diesen Augen Gottes versehen.

Eines der bekanntesten Beispiele für die Anwendungsbereiche der Kristalle oder Edelsteine ist die Kristall-Medizin der heiligen Hildegard von Bingen (1098 – 1179). Ihre Schriften, die damals wenig Beachtung fanden, erfreuen sich heute steigender Beliebtheit.

Aber Kristalle werden nicht nur in der alternativen Medizin benutzt. Die moderne Schulmedizin verwendet Rubine in chirurgischen Lasern, die zum Beispiel Gallensteine zertrümmern.

Wie Edelsteine wirken
Eigentlich sind in jedem Stein Kristalle, auch wenn man es nicht sieht, ausgenommen große Kristalle, wie der Bergkristall, Amethyst oder der Granat, deren Kristallform für jeden sichtbar ist. In jedem noch so unscheinbarem Stein befinden sich mikroskopisch kleine Kristallgitter, das aus vielen Molekülen und Atomen besteht. Durch den komplizierten Aufbau der Atome und Moleküle können Kristalle Energien umwandeln und daher auch den Energiefluss ändern (positiv beeinflussen).

Die Physik ist dabei, wissenschaftlich nachzuweisen, dass die feste Materie im Grunde eine Illusion ist. Denn die Atome, aus denen die Materie zusammengesetzt ist, bestehen fast nur aus leerem Raum. Auch die Protonen, Neutronen und Elektronen bestehen, nach jüngsten Forschungen, nicht aus fester Materie, sondern aus Energiewolken, die im wesentlichen „leer“ sind. Feste Materie ließe sich demnach auch beschreiben als Bewegung im leeren Raum. Diese Bewegung ist eine Schwingung. Die unterschiedliche Zusammensetzung der Atome führt zu unterschiedlichen Arten von Schwingungen, die sich auch von denen des Lichts, der Töne oder elektromagnetischen Wellen unterscheiden. Ein Schwingungsmuster kann nun als Information mit einem spezifischen Inhalt aufgefasst werden, die vom jeweiligen Objekt ausgeht und zum Beispiel von Menschen wahrgenommen werden kann. Übertragen auf die Edelsteine bedeutet dies, dass jeder Stein eine Information abstrahlt, die der Mensch zu verschiedenen Zwecken nutzen kann. Da Edelsteine niemals negativ gepolt sein können, verhelfen ihre energetisch positiven Felder zu einer Beseitigung von Krankheiten und Disharmonie.

Dabei geht es vor allem um das Erkennen des eigenen Entwicklungspotenzials, um die Klärung von Gedanken und Gefühlen und um die Linderung körperlicher Beschwerden. Die Heilung einer Krankheit zum Beispiel wird aber nicht vom Edelstein selbst vorgenommen, indem er in körperliche Vorgänge eingreift, sondern der Stein liefert dem Körper eine bis dahin fehlende Information. Paracelsus, der große Arzt der Renaissance, schrieb, wer mit Kristallen arbeite, müsse „alles korrekt beobachten und das, was war, lernen und verstehen.“

Die Anwendung der Edelsteine
Edelsteine können in vielfältiger Weise angewendet werden. Am einfachsten ist wohl das Tragen in Form eines Anhängers oder zum Beispiel in der Hosentasche. Edelsteine können aber auch für begrenzte Zeit auf bestimmte Regionen des Körpers aufgelegt oder einfach unter das Kissen gelegt werden. Man kann in einem Kreis von Steinen sitzen oder liegen. Edelsteine können im Raum aufgestellt werden oder in der Meditation betrachtet werden, ihre spezifische Resonanzen übertragen die Energie. Selbst die Einnahme in Form von Edelstein-Essenzen ist möglich.

Jeder Edelstein kann für mehrere körperliche, seelische oder mentale Symptome angewendet werden. Rosenquarz zum Beispiel ist der Stein der bedingungslosen Liebe. Er löst Blockaden sanft auf. Wenn Sie sich nicht selbst lieben können, bringt dieser mitführende Kristall Vergebung und Selbstakzeptanz. Er kann Ihnen aber auch helfen, einen Seelengefährten zu finden. Bei Schlafstörungen kann der Edelstein ebenfalls Hilfe bringen, wenn Sie ihn neben das Bett oder unter das Kopfkissen legen. Aber auch bei Schmerzen kann Rosenquarz beruhigend und lindernd wirken. Legen Sie den Stein auf die betroffene Stelle, damit er in seiner kühlenden Eigenschaft die Schmerzen absorbieren kann und sanfte Energien abgibt. Ebenso zählt der blaue Lapislazuli zu den kühlenden beruhigenden Kristallen, der seit Jahrhunderten bei Migräne angewandt wird.
Amethyst, Bernstein oder Türkis sind Edelsteine, die auf den Kopf oder um ihn herum gelegt, ebenfalls Kopfschmerzen lindern.

Kristalle haben ganz spezielle Eigenschaften. Einige dieser Merkmale hat die ganze Kristallfamilie gemeinsam, andere sind bestimmten Kristallen vorbehalten.
Die größte Kristallfamilie ist der Quarz, der auf jedem Kontinent zu finden ist. Klarer Quarz sandte die ersten Radiowellen aus. Quarz ist außerdem ein vorzüglicher Heilstein für unseren Körper.

Edelsteine und ihre Anwendung (Beispiele)
Rosenquarz - löst Blockaden, steht für Liebe, hilft bei Schlafstörungen (bei sich tragen, unter dem Kopfkissen)
Lapislazuli - wirksam bei Migräne (auf die Stirn legen)
Saphir - lindert tiefe Depressionen (bei sich tragen)
Granat - hilft bei Problemen mit Wirbelsäule (auflegen, tragen)
Fluorit - schützt vor Elektrosmog (aufstellen)
Rosa Karneol - fördert Liebe zwischen Eltern und Kindern (tragen)
Tigerauge - stärkt das Selbstbewusstsein (tragen)
Roter Jaspis - fördert Traumerinnerung, stärkt den Kreislauf (bei sich tragen, unter dem Kopfkissen)

Reinigung und Aufladen von Edelsteinen und Kristallen
Kristalle nehmen Energie aus der Umgebung auf. Wenn Sie einen Kristall kaufen ist er also schon von vielen Einflüssen geprägt. Auch zu Hause „schlucken“ Kristalle negative Energien. Darum sollten Sie Ihre Kristalle regelmäßig reinigen, und zwar täglich, wenn sie zum Heilen benutzt werden, und wöchentlich oder monatlich, wenn es Schmucksteine sind.
Die beste Empfehlung zum Reinigen der Heilsteine, Mineralien oder Edelsteine ist, den Stein kurz unter fließendem Wasser, wie beim Hände waschen, einmal wöchentlich zu reinigen.

Zum Aufladen der Steine genügt in den meisten Fällen etwas Sonnenlicht, ansonsten kann man den Stein auch auf einem Amethyst oder Bergkristall aufladen.

Im neuen Jahrtausend glauben viele Menschen, dass der Erde große Veränderungen bevorstehen. In den Kristallen finden wir neue Einsichten, die den Wandel unterstützten. Kristalle speichern Wissen und geben es frei, wenn wir uns auf sie einstimmen. Sie enthüllen das Wissen, das in der Tiefe unseres Wesens verborgen ist.

Literatur
Judy Hall: Die Weisheit der Edelsteine und Kristalle, Urania Verlag, 2001
JaneAnn Dow: Praktisches Handbuch der Edelstein- und Kristalltherapie, Ludwig, 1993
Michael Gienger: Die Steinheilkunde, Neue Erde, 2000
Wally und Jenny Richardson: Die geistigen Heilkräfte der Edelsteine, Goldmann, 1997
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Kinderpflichten im Elternhaus"Hausarbeit ist mir einfach zu doof!"                                                                        Wenn Kinder daheim nicht mithelfen wollen, sind Eltern oft ratlos. Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Denn: Auch diese Regeln des Zusammenlebens in der Familie sind im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Wem es gelingt, sich im "Hotel Mama" einen faulen Lenz zu machen, verdankt das ausschließlich seiner allzu gutmütigen Mutter. Die würde wahrscheinlich auch anders reagieren, wenn sie wüsste, was schwarz auf weiß im Bürgerlichen Gesetzbuch steht: Kinder müssen im Haushalt der Eltern mithelfen.

In § 1619 BGB heißt es:
"Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäfte Dienste zu leisten."

Diese Pflicht lässt der Gesetzgeber früh anfangen. Eine Fünfjährige kann schon mal Staub wischen. Ein Siebenjähriger hat sein Zimmer aufzuräumen und hin und wieder Staub zu saugen.
Von der Achtjährigen ist es nicht zuviel verlangt, den Tisch abzuräumen, den Hof zu fegen und kleine Handlangerdienste zu leisten, wenn Vater oder Mutter heimwerken. Ein Neunjähriger führt den Hund aus, macht eine halbe Stunde Telefondienst am Tag und erledigt kleinere Einkäufe. Ein Zehnjähriger deckt sonntags den Frühstückstisch und backt unter Aufsicht einen Kuchen.

Das Gesetz erwähnt extra auch die Mithilfe im Geschäft der Eltern. Das kann für eine Zwölfjährige ein bisschen Büroarbeit heißen, zum Beispiel Briefe einzutüten und Briefmarken aufzukleben.

Schließlich ist von einem Fünfzehnjährigen zu erwarten, einen Tag lang den ganzen Haushalt zu schmeißen und Vater und Mutter mal zu entlasten. Wenn beide Elternteile berufstätig sind, erhöht das die Mitwirkungspflicht im Haushalt. Ist das Kind selbst schon in Ausbildung, kann es sie wieder reduzieren.

Geld gibt es für diese Dienstleistung nicht - sie ist selbstverständlich. Vielleicht gewähren die beglückten Eltern jüngeren Kindern einen Kinobesuch extra oder längeres Aufbleiben am Abend.
Das Bürgerliche Gesetzbuch hat das Zusammenleben in der Familie ähnlich einem gegenseitigen Vertrag geregelt. Das heißt: Nur wenn die eine Seite ihre Verpflichtungen erfüllt, muss auch die andere Seite ihre Versprechungen einhalten.

Mit anderen Worten: Streiken Sohn oder Tochter bei der Hausarbeit, dann dürfen auch die Eltern streiken. Sie müssen zwar immer den Unterhalt ihres Kindes sicherstellen, sind aber nicht verpflichtet, den unbotmäßigen Nachwuchs zu verwöhnen. Extras wie Markenkleidung, den DVD-Player, Handy, Urlaub im Ausland oder gar ein Auto gibt es dann eben nicht.
Astrid Springer  

 
Zeit- Entdeckungsreise in die Zauberwelt der vierten Dimension
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt: "Was ist Zeit?" Vielleicht ja, aber sind Sie auch zu einer befriedigenden Antwort gelangt? Da wird es schon komplizierter. Allein in unserer Sprache sind die Attribute, mit denen Zeit beschrieben wird, widersprüchlich: Die Zeit rennt, galoppiert, flieht, oder sie steht still, schleicht, verrinnt. Sie lässt sich nutzen, "carpe diem", oder sie lässt sich "verschwenden" - ganz, wie einem gerade zu Mute ist. Mathematisch genau wissen wir spätestens seit Albert Einstein: Zeit ist relativ. Leider bleibt bei dieser Feststellung die Frage nach der Bezugsgröße - relativ: verglichen womit? - zunächst unbeantwortet. Ist es die Ewigkeit oder das Nichts?
Denke immer daran, dass es nur eine allerwichtigste Zeit gibt, nämlich: sofort

Leo Tolstoi Was ist Zeit? 
"Wenn man mich fragt, dann weiß ich es. Wenn ich es jemandem erklären soll, dann weiß ich es nicht." Das ist die berühmte Antwort von Augustinus, dem großen Denker der Antike. Und damit spricht er uns aus dem Herzen. Die Zeit lässt sich nicht erklären. Ansatzpunkte dafür gibt es in der Physik. Dort bestätigt sich die untrennbare Verbindung von Raum und Zeit. Jedes Ereignis kann nur in räumlicher und zeitlicher Zusammengehörigkeit definiert werden. Ohne die Zeitkoordinate hätte unser gesamtes Universum weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft. Es gäbe keine Entwicklung. Kurzum, wir wären gar nicht da. 
Dank der Relativitätstheorie wissen wir, dass sich die Zeit beeinflussen lässt, und zwar durch Bewegung und Gravitation. Sie ist also nicht überall gleich. Je schneller die Bewegung oder je größer die Gravitation, umso langsamer verläuft die Zeit. Es gibt keine absolute Zeit. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn jeder in seinem "Zeitgefühl" die Zeit unterschiedlich wahrnimmt.

Warum die Zeit stillstehen und fliegen kann
 
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Café, warten auf einen guten Freund und haben eine halbe Stunde Zeit. Der Freund verspätet sich, und Minuten dehnen sich zu Stunden. Dann ist er endlich da, und die restlichen Minuten verfliegen so rasch wie Sekunden. Eine bekannte Situation? Hier geht es um Ereignisse und Wahrnehmung. Während des Wartens ist die Wahrnehmung auf das Höchste angespannt. Man achtet auf jede Bewegung, die Augen sind überall. Doch es passiert gar nichts. Deshalb empfinden viele das Warten als so unangenehm. Ist der Freund dann eingetroffen, freut man sich. Die Unterhaltung ist kurzweilig und angeregt. Neuigkeiten werden ausgetauscht, in rascher Folge unterschiedliche Geschehnisse erzählt - und die Zeit vergeht im Flug. Dieses Prinzip funktioniert immer. Je mehr geschieht, desto kurzweiliger gestaltet sich die Zeit. Gleichzeitig erhöht sich das persönliche Empfinden für Dauer und Intensität der Zeit. Das befriedigende Gefühl, viel erlebt, die Zeit genutzt zu haben, steigt. Dieser unterschiedliche Fluss der Zeit wird uns mit zunehmendem Lebensalter immer bewusster.
Nimm dir täglich Zeit, still dazusitzen und zu lauschen ... 
Gautama "Buddha"

                                                                                                                                                                                                    Wie sich die gefühlte Zeit im Lauf des Lebens verändert 

Wenn Sie ein kleines Kind beobachten, das selbstverloren beim Spiel in seiner Welt versinkt, ist es offensichtlich, dass es sich keine Gedanken um die Zeit macht. Für Kinder ist ein Tag unendlich lang, während ein Erwachsener das Gefühl hat, jedes Jahr vergeht rasanter als das vorherige. Auf die bisherige Lebenszeit bezogen, ist das auch leicht erklärbar. Denn während für ein fünfjähriges Kind ein Jahr ein Fünftel seines bisherigen Lebens darstellt, bedeutet die gleiche Zeitspanne für einen 40-Jährigen nur ein 40stel davon. Durch die zahlreichen Erfahrungen, die ein Erwachsener in dieser Zeit schon gewonnen hat, ist bereits vieles zur Routine geworden, was für ein Kind noch neu und spannend ist. Die Wahrnehmung ist vollkommen unterschiedlich. Im Rückblick lassen Routine und Langeweile die gefühlte Zeit jedoch unbemerkt an uns vorbeirasen, da wir uns an nichts Konkretes erinnern können. Dagegen vermitteln Spannung und Abwechslung den Eindruck, die Zeit ist vollkommen ausgefüllt, und wir empfinden sie dadurch im Nachhinein als länger.
Hinzu kommen körperliche Aspekte. Der Organismus eines Kindes funktioniert in weit höherem Tempo. Das Herz schlägt schneller, das Gehirn ist besser durchblutet, Atmung und Reaktionen sind schneller. Kurzum, es passiert auch im Körper selbst viel mehr in derselben Zeit als beim Erwachsenen. Dagegen laufen diese Reaktionen im älteren Körper langsamer ab. Darüber hinaus wird es mit zunehmendem Alter schwieriger, die Dauer von Vorgängen richtig abzuschätzen. Die Konzentrationsfähigkeit lässt etwas nach, man braucht länger für einzelne Dinge und kann daher pro Tag nicht mehr so viel erledigen wie früher. Dadurch entsteht der Eindruck, die Zeit laufe immer schneller. Doch es gibt einige Tricks, dem entgegenzuwirken. Sybille Hepe
Schenken Sie sich Zeit 

Die Zeit lässt sich nicht anhalten, aber Sie haben es in der Hand, sie intensiv zu nutzen und sie so - in der subjektiven Empfindung - zu vermehren. Schöne, aufregende Ereignisse dehnen die gefühlte Zeit. Sie intensivieren und verlängern sie. Denn bei der Reflexion über Vergangenes erinnern wir uns so an viele schöne Begebenheiten. Altbekanntes und Langeweile dagegen entschwinden unserem Gedächtnis. Auf diese Art verbrachte Zeit streicht deshalb unbemerkt und schnell vorbei. Schaffen Sie sich also Momente, die Sie genießen, in denen Sie Neues ausprobieren und auf unbekannten Wegen gehen. Wer seinen Geist wach und aufmerksam hält, von Zeit zu Zeit innehält und sich überraschen lässt, wird immer das Gefühl haben, seine Zeit intensiv zu nutzen. Er wird ein ausgeglichener und zufriedener Mensch werden und dadurch ein erfüllteres, glücklicheres und letztendlich längeres Leben führen. 

 Tipp: 
Zeitmanagement im Alltag heißt ein Ratgeber, den man bei allen Verbraucherzentralen für 5,80 € plus 2 € für den Versand erhalten kann. Er enthält Tipps und Beispiele zur Zeitplanung. Verbraucher-Zentrale NRW, Zentralversand, Aderstr. 78, 40215 Düsseldorf, Tel. 0180 5-00 14 33 

 Buch-Tipp: 
Das Bumerang-Prinzip: Mehr Zeit fürs Glück, Lothar J.Seiwert, Verlag Gräfe und Unzer, 22,90 €.
Wie optimiere ich meine Zeit? 

Mit ein paar Regeln lässt sich das eigene "Zeitmanagement" entscheidend verbessern: 
Entlarven Sie Zeitdiebe wie Verzetteln oder Perfektionismus. 
Machen Sie nicht alles selbst. 
Planen Sie Ihren Tagesablauf: Dabei müssen Prioritäten gesetzt und Wichtiges und Unangenehmes immer zuerst erledigt werden.
Entrümpeln Sie Ihre Wohnung. 
Nehmen Sie sich Zeit für Erholung und Entspannung.
Wie empfinden wir Zeit? 
Obwohl die Wissenschaft inzwischen eine Gehirnregion entdecken konnte, die für das Zeitgefühl zuständig sein soll, so ist die Zeit doch die einzige Dimension, für die wir kein Sinnesorgan besitzen. Das bedeutet, Zeitempfinden ist vollkommen subjektiv. Es richtet sich nach unserer eigenen, inneren Uhr und ist vom individuellen Tagesablauf abhängig.
Wir empfinden die Zeit als eine Aneinanderreihung unterschiedlicher Ereignisse. Dabei gehen wir davon aus, dass ein Ereignis immer eine Ursache hat, die eine Wirkung erzielt. So bilden wir einen Ursache-Wirkung- Zusammenhang, der Vergangenheit mit Gegenwart verbindet und projizieren ihn auf ein weiteres Ereignis in der Zukunft. Wenn wir unsere Welt nicht in eine zeitliche Abfolge einordnen würden, könnten wir nicht existieren. Wie der Einzelne dies empfindet, hängt von seinen Erfahrungen, seiner Aufmerksamkeit und seinen Erwartungen ab. Das Empfinden der Zeit ist in gewissem Maße erlernt. Doch wie erklären wir uns, dass manchmal die Zeit stillzustehen scheint und ein anderes Mal davoneilt?

Die "innere Uhr" 
Wir können sie nicht hören und nicht sehen, aber wir kennen sie alle: unsere innere Uhr. Sie sagt uns, wann wir Hunger haben oder müde sind. Sie ist genetisch festgelegt und macht uns zum Frühaufsteher oder Nachtmenschen. Unsere "biologische" Uhr, ein kleiner Nervenkern namens "Nucleus", sitzt im Inneren des Gehirns. Die Signale seiner Nervenzellen beeinflussen die Hormonproduktion, die Körpertemperatur und den Blutdruck.
Ausgabe 3 / 2004


Gesunde Nerven - Tag für Tag
Allein das menschliche Gehirn
besitzt 20–25 Milliarden Nervenzellen.
Diese verknüpfen sich
miteinander und bilden somit
neuronale Netzwerke. Ähnlich wie ein elektrisches Gerät oder ein Chip ohne Leitungen nicht funktioniert, könnten auch wir ohne unsere Nerven nicht existieren. Andererseits ist unser Nervensystem mit einem technischen Gerät kaum vergleichbar: Es ist ein biologisches Meisterwerk mit all seinen Aufgaben. Und es macht unser Leben erst lebenswert, ermöglicht es etwa Denken, Sprechen und Fühlen. Oft sehen wir dieses Wunderwerk allerdings als etwas Selbstverständliches an und widmen ihm keine besondere Aufmerksamkeit. Erst wenn Beschwerden auftreten, nehmen wir die Nerven richtig wahr. Dabei brauchen auch sie Pflege und Schutz – ein Leben lang.
Das große Wunderwerk Nervensystem ist für uns meist eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es Tag und Nacht im Einsatz. Nerven arbeiten rund um die Uhr
Unsere Nerven verarbeiten blitzschnell Informationen und Reize, die täglich auf uns einströmen. Doch sie erhalten ihren Input nicht nur von außen, auch der Körper selbst sendet Signale, die von Nervenzellen aufgenommen und weitergeleitet werden. Umgekehrt geben Nervenzellen Impulse oder Befehle, die unser Körper ausführen soll. Bewegungen, Sehen, Denken – ohne Nerven wären alltägliche Dinge unmöglich. Und selbst im Schlaf sind unsere Nerven aktiv im Dienste unseres Körpers. Viele Funktionen unserer Nerven sind uns allerdings gar nicht bewusst. Soll das Herz langsamer oder schneller schlagen? Müssen wir intensiver atmen? Solche Anpassungsvorgänge werden maßgeblich von Nerven geregelt.
Aufgaben des Nervensystems:

Steuerung
- des Bewegungsapparates
- des Atmungssystems
- des Kreislaufs
- der Verdauung
- des Urogenitalsystems
(Nieren, Blase, Geschlechtsorgane)
- des Drüsensystems
Aufnahme und Verarbeitung der Sinneseindrücke
Übertragung von Schmerzsignalen
so genannte „höhere Leistungen des Nervensystems” wie
- Denken, Urteilen
- Sprache
- Lernfähigkeit
- Gedächtnis 
 
Alles läuft in  seinen Bahnen

Jede Nervenzelle hat viele Seitenarme, mit deren Hilfe sie Informationen an benachbarte Zellen weitergibt. Das ganze Nervensystem, das aus vielen Milliarden Nervenzellen besteht, ist ein riesiges, verzweigtes Kommunikationsnetz und funktioniert wie ein aktueller Nachrichtendienst. Ganz wichtig sind die chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter), die die Kommunikation zwischen den einzelnen Nervenzellen erst ermöglichen. Besteht ein Mangel an Botenstoffen, ist die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört. Gehirn und Rückenmark bilden die Schaltzentralen, wo Informationen zusammenlaufen und weiterverarbeitet werden. Man nennt Hirn und Rückenmark auch das zentrale Nervensystem, das sich von der Lage her vom so genannten peripheren Nervensystem unterscheiden lässt (siehe Darstellung rechts). Das periphere Nervensystem verbindet das zentrale Nervensystem mit allen Körperteilen und Organen und ermöglicht die Kommunikation mit ihnen. Komplexe Bewegungsabläufe beispielsweise, die die abgestimmte Aktion der verschiedensten Muskeln erfordern, sind nur aufgrund dieses sehr schnellen Informationsaustausches möglich.

Willkürliche und unwillkürliche Abläufe
Viele unserer Körper- und Organfunktionen sind nicht bewusst wahrnehm- und lenkbar. Sie werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Die zugehörigen Nervenzellen nehmen die Regelung der Vitalfunktionen (Atmung, Verdauung, Stoffwechsel, Hormonausschüttung, Wasserhaushalt u. a.) vor und gewährleisten das Zusammenspiel der einzelnen Bereiche des Körpers. Das vegetative Nervensystem hat zudem die Aufgabe, das Verhalten des menschlichen Körpers so zu regulieren, dass Aktivität und Entspannung im Gleichgewicht bleiben. Schlägt das Herz bis zum Hals, erhöht sich die Atemfrequenz. Oder zittern die Hände vor Angst, ist das ebenso die Arbeit des vegetativen Nervensystems. Das animalische Nervensystem regelt zusammen mit dem Zentralnervensystem dagegen willentlich beeinflussbare Funktionen wie etwa Bewegungsabläufe. Dass wir zum Beispiel einen Faden durch das Nadelöhr fädeln können, ist ein vom animalischen Nervensystem erbrachtes Wunder. Vegetatives und animalisches Nervensystem sind allerdings nicht vollkommen voneinander getrennt. Beide arbeiten Hand in Hand. So kommt es beispielsweise in bedrohlichen Situationen unbewusst zur Adrenalinausschüttung, die uns in Fluchtbereitschaft versetzt. Weglaufen müssen wir dann allerdings bewusst und willkürlich. 
 
Akuter Schmerz als Alarmsystem
Nerven übertragen Schmerzsignale. Angenommen, Sie wollen einen Nagel in die Wand schlagen, holen aus und treffen mit voller Wucht leider nicht den Nagel, sondern Ihren Daumen. Dann melden kleine körpereigene Sensoren blitzschnell den Unfall. Daraufhin werden am Verletzungsort elektrische Impulse in Bewegung gesetzt, die die Schadensmeldung über Nervenfasern vom Ort der Schädigung bis hin zum Rückenmark und von dort bis zum Gehirn leiten. Sobald sie im Gehirn angekommen sind, zeigen sich – abhängig von der Schwere der Verletzung – die ersten Reaktionen: Schwitzen, Herzklopfen, Blässe, Muskelverspannungen und ein Fluchtreflex. Das ist aber noch nicht alles. Der Schmerzimpuls wandert im Gehirn zum so genannten limbischen System, das die Schmerzimpulse gefühlsmäßig einfärbt und an die Großhirnrinde weiterreicht. Dort dringt der Schmerz ins Bewusstsein und wird bewertet.
Wenn sich der Schmerz einbrennt
Während akuter Schmerz in 90 Prozent der Fälle wieder verschwindet, wird chronischer Schmerz zum Dauerbegleiter. Typische Krankheitsbilder, die chronische Schmerzen hervorrufen können, sind Rücken-, Muskel- und Knochenschmerzen, Schmerzen durch Mangeldurchblutung, nach Operationen oder Unfällen, psychisch und medikamentös bedingte Schmerzen. Diese Beschwerden haben alle etwas gemeinsam: Der Schmerz verselbständigt sich. Bei rechtzeitiger Behandlung wäre dies nicht der Fall (siehe auch Kasten rechts). Wenn die Schmerzen aber immer wieder kommen, werden sie im Gehirn „eingebrannt“. Dies führt dazu, dass auch dann, wenn die Ursachen der Pein beseitigt sind, Nervenzellen im Rückenmark und Gehirn noch immer das Gefühl „Schmerz“ signalisieren. Das Schmerzgedächtnis lässt sich oftmals wieder löschen. Dafür ist eine Behandlung, bei der mehrere Fachärzte zusammenarbeiten, über einen längeren Zeitraum nötig, um die richtige patientenspezifische Strategie herauszufinden.

Wenn die Nerven leiden
Verschiedene Ursachen können unsere Nerven beeinträchtigen. Einklemmungen von Nerven lassen z. B. Ischias-Beschwerden oder in der Hand das schmerzhafte Karpaltunnel-Syndrom entstehen. Giftstoffe, Infektionen, manche Erkrankungen und Verletzungen können Nerven auch nachhaltig schädigen. Die Polyneuropathie beispielsweise ist eine häufige Erkrankung des peripheren Nervensystems („poly” heißt „viel“, „pathie” bedeutet „Krankheit“). Betroffen sind sowohl sensible, also der Empfindung dienende, als auch motorische, die Muskelaktivität regelnde Nerven. Erste Krankheitszeichen sind Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder unangenehme Temperaturempfindungen. Später entstehen Sensibilitätsstörungen, d. h. eine herabgesetzte Wahrnehmung von Berührungen, ein vermindertes Vibrationsempfinden sowie Schmerzen. Die Ursachen der Polyneuropathie können vielfältig sein, am häufigsten jedoch sind es der Alkoholmissbrauch und die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Zunehmend verantwortlich ist auch die Lyme-Borreliose, eine Infektionskrankheit, die von Zecken übertragen wird. Ein weiterer virusbedingter Grund für Nervenschmerzen ist die Gürtelrose. Natürlich kann auch das zentrale Nervensystem erkranken. Es gibt Viren und Bakterien, die Hirn oder Rückenmark infizieren, so dass Entzündungen entstehen. Andere entzündliche Reaktionen des zentralen Nervensystems sind nichtinfektiöser Natur, wie etwa die Multiple Sklerose. Auch das Wachstum von Tumoren kann das zentrale Nervensystem beeinflussen, ebenso Gefäßerkrankungen, bei denen die Durchblutung des Nervengewebes nicht mehr gewährleistet ist. Einen weiteren Formenkreis bilden degenerative Erkrankungen wie Alzheimer- und Parkinsonkrankheit (Schüttellähmung). Man nimmt an, dass durch einen Mangel an bestimmten Botenstoffen die Nervenzellen nach und nach zugrunde gehen. Dies beeinträchtigt bei Alzheimer geistige Funktionen, bei Parkinson die Bewegungssteuerung.                                Wie Sie Ihre Nerven pflegen können:
Bewegung sorgt für gute Durchblutung. Nur so können ausreichend Sauerstoff und
 Nährstoffe zu den Nervenzellen transportiert werden.
Sie können vorbeugend etwas zum Schutz Ihrer Nerven tun:.
Es ist z. B. bekannt, dass Lösungsmittel Nerven schädigen können. Deshalb sollten Sie möglichst wenig davon einatmen. D. h. bei Malerarbeiten entweder eine Atemmaske verwenden oder den Raum sehr gut lüften, beim Tanken nicht direkt neben dem Zapfhahn stehen bleiben und Insektengifte – wenn überhaupt – im Garten nur mit Atemmaske versprühen. Es gibt eine Vielzahl weiterer Beispiele im Alltagsleben. Versuchen Sie, bewusst daran zu denken.
Vermeiden Sie Umweltgifte wie Quecksilber, Thallium und Blei. Auch starker Alkoholgenuss und manche Medikamente können die Nerven krank machen. Es gibt z. B. eine Parkinson-Variante, die durch bestimmte Medikamente ausgelöst wird.
Ausreichend Schlaf und Entspannung sind für Ihr Nervensystem äußerst wichtig.
Pflegen Sie Ihre Nerven Tag für Tag, indem Sie Ihnen die richtige Nahrung zuführen.  Zellen – auch Nervenzellen im Gehirn – können nur gut arbeiten, wenn sie regelmäßig ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Damit wir uns den ganzen Tag über gut konzentrieren können, sind diese Zellen auf ein mäßiges, aber kontinuierliches Angebot an Zucker angewiesen. Diese stete Bereitstellung von Kohlenhydraten wird am besten durch den Verzehr von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten (sie enthalten Zucker in Form von Stärke) und Obst gewährleistet. Um Nerven ununterbrochen gut zu versorgen, eignen sich mehrere kleine Mahlzeiten am Tag besser als wenige reichhaltige.
Ganz wichtig ist es auch, täglich zwei Liter Flüssigkeit zu trinken. Wer zu wenig trinkt,vermindert seine geistige Leistungsbereitschaft. Bei älteren Menschen kann es bei einem Flüssigkeitsdefizit sogar zu vorübergehender Verwirrtheit kommen.
Sport schützt, wie gesunde Ernährung, vor Ablagerungen in den Arterien und hält damit die Adern jung. Dies ist die beste Voraussetzung dafür, dass die Nährstoffe ungehindert zu den Gehirn- und Nervenzellen transportiert werden, um bis ins hohe Alter geistig fit zu bleiben.
Es gibt Präparate und Heilpflanzen, mit denen Sie ebenfalls etwas für Ihre Nervengesundheit tun können: Kamille, Johanniskraut (als Tee), Baldrian und Melisse helfen beispielsweise bei Nervosität, das Tausendgüldenkraut soll die Nerven stärken. Blaues Eisenkraut kann als Homöopathikum (Aconitum) bei Nervenschmerzen eingesetzt werden.

Woran wir uns immer wieder erinnern sollten: Die vielen Milliarden Nervenzellen sind die Voraussetzung dafür, dass wir denken, handeln, fühlen und miteinander kommunizieren können.
Nervenzellen - und im besonderen Maße die des Gehirns - sind auf eine kontinuierliche Versorgung mit hochwertigen Nährstoffen angewiesen

Gönnen Sie Ihren Nerven gute Nährstoffe:
Vitamin B1: Damit können die Zellen Zucker gut verwerten. Ein Mangel kann zu Konzentrationsschwäche und geistiger Verwirrung führen. Vollkornbrot und Pellkartoffeln versorgen Sie mit diesem Vitalstoff.
Omega-3-Fettsäure: Sie fördert die Durchblutung des Gehirns. Die Omega-3-Fettsäure ist zu finden in Seefisch, kaltgepresstem Leinund Rapsöl. Walnüsse gelten nicht ohne Grund als Gehirnnahrung, denn sie enthalten ebenfalls diese Fettsäure.
Vitamin C: Damit die Nervenzellen Impulse weitergeben können, sind Botenstoffe notwendig. Verschiedene Vitalstoffe werden benötigt, um diese Übermittlersubstanzen zu bilden. Essen Sie deshalb regelmäßig Vitamin-C-haltige Lebensmittel, wie Paprikaschoten, Pellkartoffeln, Beeren und Zitrusfrüchte sowie Petersilie..
Folsäure: Sie ist ebenfalls am Aufbau eines Botenstoffes beteiligt. Dieses B-Vitamin ist in allen grünen Blattgemüsen und -salaten sowie in Kohl zu finden.
Vitamin B6: Es ist enthalten in Vollkornprodukten, grünem Gemüse und Walnüssen und spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Nervenfunktion.
Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium: Sie sind notwendig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Bereichern Sie deshalb täglich Ihren Speiseplan mit viel Gemüse (vor allem auch grünen Sorten) sowie in Maßen mit Sesam, Sonnenblumenkernen und Milchprodukten. 
 
Buchtipps:
Brainfood: Fitmacher für kluge Köpfe, Prof. Michael Hamm, Mosaik Verlag, 9,90 €.
Brainfood – Fit im Kopf, Dr. Ingrid Kiefer, Dr. med. Udo Zifko, Kneipp Verlag, 14,80 €.
Über Nervosität: Zur Geschichte der funktionellen Nervenkrankheiten, Georg Osterrmaier, BoD, 21,80 €.
Fibromyalgie endlich richtig erkennen und behandeln – Was Muskelschmerzen, Schlafstörungen und chronische Müdigkeit wirklich bedeuten, Wolfgang Brückle, Trias Verlag, 9,95 €.
Erfolgreiche Schmerztherapie, Susanne Holst, Ulrike Preußiger-Meiser, Südwest Verlag, 10,95 €      
Julia Hofmann


Weisheit: Mit Mitte 40 wird vieles klarer  
Die Wechseljahre bringen Einsichten und neue Aussichten. Typischerweise resümieren Frauen ihr bisheriges Leben - viele geben ihm eine neue Richtung. Dabei hilft der Schatz an gesammelten Erfahrungen. Denn ältere Frauen besitzen etwas, was jüngeren fehlt:     Lebensklugheit. Sie haben viel kennen gelernt, wissen, was gut für sie ist und gehen gelassener ans Werk.

Der Lebenssinn beträgt 42. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls der Computer "Deep Thought" nach Millionen von Rechenjahren, von Douglas Adams beschrieben in seinem Roman "Per Anhalter durch die Galaxis". Aber mal im Ernst: In den Jahren 40plus überlegen viele Frauen: Was habe ich erreicht? Will ich so weitermachen? Welchen Sinn soll mein Leben haben? Angestoßen werden solche Gedanken oft durch die Wechseljahre. Sie zeigen das Ende einer Lebensphase an und konfrontieren mit dem Älterwerden. Das setzt oft neue Prioritäten - zu einem Zeitpunkt, zu dem Frauen heutzutage noch viele Lebensjahre vor sich haben. Das Schöne an dieser Phase ist nämlich, dass Frauen alt genug sind, um auf zahlreiche Erfahrungen zurückzublicken und jung genug, um ihr Wissen noch reichlich zu nutzen. Kurzum: Eine Midlife-Crisis stellt primär die Frage: "Lebst du schon?

Weisheit liegt im Trend
Durch einen veränderten Blick auf die Welt und auf sich entdecken viele Frauen Mitte 40 eine ungewöhnliche Eigenschaft an sich: Weisheit. Das Wort hört sich altbacken an, doch seine Bedeutung ist hochmodern. Das Schweizer Zukunftsinstitut glaubt sogar, dass Weisheit alle Chancen hat, in den nächsten Jahren zum gesellschaftlichen Leitwert Nummer Eins zu werden. Denn weise Menschen sind klug: Sie wissen viel über Lebensführung, Lebensdeutung und die Ungewissheiten des Lebens. Sie haben Zahlloses erlebt, deshalb können sie Neues leichter einordnen. Dabei betrachten sie die Dinge differenzierter und besonnener. All das erleichtert die Bewertung, ob einem etwas gut tut oder nicht. Aber sie kennen auch die Unwägbarkeit des Lebens und haben gelernt, Alternativen zu entwickeln und auf Umwegen ans Ziel zu kommen. Ihr Erfahrungsschatz ermöglichst es Frauen in den Wechseljahren Unwichtiges von Wichtigem zu trennen und die Tragweite von Entscheidungen besser zu überblicken, als ein junges Mädchen das kann. Dazu gesellt sich eine größere emotionale Stabilität - auch wenn hormonell bedingte Kapriolen bisweilen anderes vermuten lassen. Kaum eine Frau wird jedoch bestreiten, dass sie mit den Jahren ausgeglichener und gelassener geworden ist. Man denke nur an die herzzerreißende Zeit des ersten Liebeskummers!

Von anderen Kulturen lernen
Klimakterium stammt von dem altgriechischen Wort "Klimakter", was ursprünglich Leitersprosse oder Lebensstufe bedeutete. Das illustriert treffend die Bedeutung, die den Wechseljahren anderswo beigemessen wird. Im Klimakterium geht es aufwärts. Die Frau erlangt mehr Reife. Dafür wird sie in Indonesien geschätzt und geehrt. In Teilen von Thailand gelten Hitzewallungen als Zeichen, dass die Frau eine höhere Lebensstufe erreicht hat und in eine spirituelle Phase eintritt. Von solchen Beispielen lässt sich zweierlei lernen. Erstens werden Wechseljahre in vielen anderen Kulturkreisen als positiver Lebensabschnitt gesehen. Die Anerkennung und Wertschätzung haben zweitens zur Folge, dass Frauen dort wesentlich weniger Wechseljahrsbeschwerden erleben. Quelle: Klimadynon- ohne Chemie durch die Wechseljahre! 


Ja-sagen ganz konkret                                                                                                                                                           Einführung Konkrete Ja's Literaturtipps Hier geht es nun darum, wie sich das "Ja" konkret leben lässt. Ja zum Leben

Das wichtigste und grundlegendste Ja ist unser Ja zum Leben.

Das klingt vielleicht nach einer ganz selbstverständlichen Forderung, tatsächlich aber sind sehr viele Menschen in einem ganz starken Nein dem Leben gegenüber, was sich z.B. wie folgt äußert: Ein Hadern mit allem, was einem widerfährt. Der Glaube daran, dass das Leben hart ist. Die Überzeugung, dass wir in einer Mangelgesellschaft leben, es also immer zu wenig von allem gibt und man darum kämpfen muss, genug zu bekommen. Das Schielen auf andere Menschen, die es (vermeintlich) viel einfacher und schöner haben. Die Überzeugung, immer Pech zu haben. u.ä.

Ein Nein zum Leben führt oft zu einem verzweifelten Ankämpfen gegen Ist-Zustände, ohne dabei wirklich etwas ändern zu können. Die Energie verpufft ins Leere und man fühlt sich dabei elend.

Ein Ja zum Leben hingegen ermöglicht es uns, z.B. Schicksalsschläge nicht persönlich zu nehmen und so besser mit ihnen klarzukommen. Ein Ja zum Leben schafft eine positive Grundhaltung, die Zufriedenheit ermöglicht. Ein Ja zum Leben lässt uns aus der Fülle schöpfen. Und wie erreiche ich ein Ja zum Leben?

Ein Ja zum Leben kann man sich auf verschiedene Wege erarbeiten: Sich klarmachen, dass das Leben endlich ist - Dann nämlich wird uns oft erst bewusst, wie wertvoll die Zeit ist, die wir noch haben. Den Fokus ganz bewusst immer wieder auf die Sachen legen, die schön sind - Das Leben hat so viel Wundervolles zu bieten und das alles ist auch dann da, wenn mal was schief läuft. Dies ist nicht zu verwechseln mit dem falsch verstandenen positiven Denken, also damit, sich etwas schönzureden. Es geht hier darum, sich klarzumachen, dass es weit mehr gibt als das, was uns vielleicht gerade das Leben schwer macht. Sich in Dankbarkeit üben - also das wertzuschätzen, was man hat. Sich klarzumachen, dass man oft gar nicht wissen kann, ob eine vermeintlich "schlechte" Sache wirklich negativ ist - Vielleicht lernen wir durch sie etwas sehr Wichtiges oder sie bringt uns mit jemanden zusammen, den wir sonst nie kennen gelernt hätten o.ä. Jede Situation beinhaltet immer auch ein Geschenk.

Und noch ein ganz einfacher Tipp: Ein Ja zum Leben beginnt mit dem einfachen Gedanken "Ja". Immer wieder über den Tag verteilt ganz bewusst gedacht und gefühlt. Ja zu sich selbst

Gleich auf Platz 2 kommt das Ja zu sich selbst. Und hier können wir uns wahrscheinlich alle die Hände reichen, denn die wenigsten von uns dürften bereits wirklich Ja zu sich selbst sagen können.

Die meisten von uns wachsen nämlich mit ständigen Neins auf:"Tu das nicht." "Lass das sein." "Das machst du falsch." "Du solltest lieber..." "Warum kannst du nicht..." "Note 5 - ungenügend" "Schauen Sie mal, der Maier macht das richtig." usw.

Da ist es natürlich alles andere als leicht, ein Ja zu sich zu entwickeln, vor allem wenn das Selbstbewusstsein verkümmert ist - aber es ist möglich. Und es ist wichtig, denn wenn wir uns selbst ablehnen, kämpfen wir gegen uns an, was sehr viel Kraft kostet und massiv zu Lasten der Lebensfreude geht. So lernen Sie Ja zu sich selbst zu sagen

Am besten setzen Sie hier an ganz verschiedenen Punkten an: Werden Sie sich Ihrer Einzigartigkeit bewusst - So wie Sie ist kein anderer Mensch auf dieser Welt. Allein das gibt Ihnen einen ganz besonderen Wert und eine ganz besondere Bedeutung. Machen Sie sich klar, dass Sie der wichtigste Mensch in Ihrem Leben sind - "Waaaah, ich will doch kein Egoist sein" werden Sie jetzt vielleicht denken und genau darum geht es auch nicht. Es ist schlicht und einfach eine Tatsache, dass Sie für sich der wichtigste Mensch sind: Mit welchem Menschen verbringen Sie am meisten Zeit in Ihrem Leben? Wer wird immer da sein? Wer bestimmt Ihr Leben am meisten? Na, also! Sehen Sie sich als "richtig" an - Sehr viele Menschen empfinden sich als "falsch". Sie denken, sie funktionieren nicht richtig, machen nur Fehler, müssten anders sein usw. Hier hilft der Gedanke, dass Sie immer das Beste geben zu jedem Zeitpunkt. Sie geben genau das, was Ihnen in Ihrer Situation eben gerade möglich ist. Dauerhaft an sich zu arbeiten, ist eine wichtige Sache - nur sollte das möglichst auf einer liebevoll-annehmenden Basis geschehen, also auf einem grundsätzlichen Ja zu sich selbst. Fokussieren Sie nicht auf Ihre Schwächen, sondern auf das, was Sie können und leisten - Wir alle haben unsere Schwächen und wir alle machen Fehler. Entscheidend ist aber, dass wir nicht nur aus diesen Schwächen bestehen! Im Gegenteil: sie machen den kleineren Teil aus. Schauen Sie also immer wieder auch auf das, was Sie gut können, auf Ihre Stärken und Erfolge. Achten Sie gut darauf, wie Sie mit sich selbst reden - Viele Menschen senden sich selbst ständig negative Botschaften, wie z.B. "Ich bin so blöd" oder "Ich mach doch echt nur Mist". Werden Sie sich solcher Selbstbotschaften bewusst und ersetzen Sie diese durch liebevollere und annehmendere Gedanken. Sehen Sie sich selbst mit den Augen einer guten Freundin bzw. eines guten Freundes - Überlegen Sie einmal, wie liebevoll Sie Ihrer besten Freundin oder Ihrem besten Freund gegenüber sind. Da können Sie sehr wohl sehen, welche Stärken er oder sie hat. Sie bauen ihn oder sie auf, wenn etwas schief gegangen ist und sie machen Mut und geben Kraft. Genauso sollten Sie auch mit sich selbst umgehen.

Es kann auch sein, dass Sie feststellen, dass Ihnen ein Ja zu sich selbst unmöglich erscheint. Dann ist zu überlegen, ob Sie dieses Thema nicht vielleicht mit professioneller Hilfe - sprich mit einem guten Therapeuten/in angehen sollten. Und wozu man sonst noch alles Ja sagen kann

Wenn die beiden ersten Ja's als Basis stehen, kann man noch viele, viele Bereiche mehr finden, um Ja zu sagen, wie z.B.:Ja zu anderen Menschen - Dazu gehört, andere Menschen sein lassen zu können, wie sie sind. Sie zu akzeptieren, ohne sie verändern zu wollen. Nicht dazu gehört, sich alles gefallen zu lassen. Man kann sehr wohl jemandem ein grundsätzliches Ja entgegenbringen und ihn gleichzeitig schildern, dass man z.B. unter einer seiner Verhaltensweisen leidet. Ja zur aktuellen Situation - Dieses Ja ist natürlich dann leichter, wenn die Situation eine angenehme ist, es ist aber umso wichtiger, je negativer sich ein Ist-Zustand gestaltet. Warum? Weil wir es, wie schon zu Beginn dieses Artikels dargestellt, leichter haben, eine für uns negative Situation umzugestalten, wenn wir sie zunächst annehmen. Üben lässt sich dieses Ja aber sehr gut in schönen Momenten, indem wir sie uns immer wieder ganz bewusst machen und Ja fühlen. Ja zur eigenen Vergangenheit - Das ist für viele Menschen eines der schwierigsten Ja's überhaupt. So viele hadern mit ihrer Kindheit und mit dem, was sie im Elternhaus erlebt haben. Auch z.B. eine ungünstige oder nicht vorhandene Ausbildung ist etwas, was fast immer ein inneres Nein auslöst. Ein Ja zur eigenen Vergangenheit ermöglicht aber erst, diese auch loszulassen. Und die Vergangenheit loszulassen, ist wichtig, um im Jetzt den Weg in die Zukunft gestalten zu können.

Neben diesen Ja's gibt es noch viele mehr. Vielleicht haben Sie Lust bekommen, diese zu sammeln?                                                                                                                                              

 

Osteopathie: Der sanfte Weg zur Selbstheilung
von Anne Welsing
Mit den Händen erspüren, was im Körper vor sich geht und ihn dann sanft dazu bewegen, sich selbst wieder ins Lot zu bringen - das können die geschulten Hände eines Osteopathen. Mit Esoterik oder Geistheilen hat diese Art der ganzheitlichen Medizin überhaupt nichts zu tun. Der geschulte Osteopath kennt den menschlichen Körper so gut wie ein Chirurg - ganz ohne Skalpell. Er sieht ihn als Einheit, als Zusammenspiel aus beweglichen Knochen, Gelenken, Sehnen, Organen und Bindegewebe.
Zu Beginn einer osteopathischen Behandlung steht immer das Hineinfühlen in den Körper, um mögliche Fehlfunktionen und Unbeweglichkeiten festzustellen, die dem Patienten mehr oder weniger Beschwerden machen. Der Osteopath kann oft die möglicherweise verschlungenen Wege bis zur Ursache von Schmerzen aufdecken und Zusammenhänge finden, die manch einem Facharzt mit seinen diagnostischen Mitteln verborgen bleiben.

So war es auch bei Thea Rau aus Koblenz. Erst Alfred Galeazzi, Arzt und Osteopath an der Loreley-Klinik in St. Goar, konnte die 76jährige nach einer 40 Jahre langen Leidenszeit von ihrer Migräne so gut wie befreien. Er fand heraus, dass erstaunlicherweise Blockaden und Nervenreizungen an ihrem Magen die
Kopfschmerzattacken auslösten und konnte helfen, indem er von außen den Magen fasste und das Gewebe lockerte.
Thea Rau hatte von Anfang an einen sehr angenehmen Eindruck von der Behandlung, empfindet diese als sehr sanft. Bei ihr stellte sich der Erfolg schon nach einigen Sitzungen ein. Nach etwa zehn Sitzungen hat sie jetzt nur noch alle paar Monate eine Migräneattacke.

Ein anderes Fallbeispiel: Christian Klant, 25jähriger Sportstudent, hatte seit seinem 12. Lebensjahr immer wieder starke Rückenschmerzen. Schließlich kamen auch Schulterschmerzen dazu. Bereits nach einigen Behandlungen bei Osteopathin Manuela Treinies aus Köln waren seine Beschwerden fast verschwunden.
Es gibt keine standardisierte Behandlungsmethode, sondern ganz individuell wählt ein Osteopath aus einem breiten Spektrum von erlernten Techniken aus, die allesamt das Ziel haben: Durch sanften Druck und Zug an ganz bestimmten Stellen soll die Beweglichkeit und Durchblutung von Muskeln, Organen, Gelenken oder auch Schädelknochen wieder hergestellt werden, so dass der Körper Selbstheilungskräfte aktivieren kann.
Mit der craniosakralen Technik zum Beispiel wird die Beweglichkeit der Schädelknochen beurteilt. Im Falle einer Fehlfunktion lassen sich die gelenkartigen Verbindungen normalisieren. Für Christian Klant war die osteopathische Behandlung eine interessante Erfahrung - noch dazu eine für ihn erfolgreiche: "Ich hab Krankengymnastik gemacht, hab Sport gemacht, Physiotherapie, alles, was man sich so vorstellen kann. Ich hab bestimmt zehn Orthopäden durchgehabt, bis ich irgendwann mal auf die Idee gekommen bin, was anderes zu probieren, weil die Schulmedizin einfach nicht so weit gekommen ist, wie ich mir das vorgestellt habe."
Bei ihm war das Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken total blockiert. Etliche chirotherapeutische Eingriffe konnten auf Dauer keine Linderung bringen, weil die Blockade von Spannungen der Organe im Becken herrührte, wie Manuela Treinies ihrem Patient erklärt. Diese Spannungen waren so stark, dass sie irgendwann sozusagen an der Schulter zogen und dort Schmerzen verursachten.

Und noch ein Beispiel: Anna war mit drei Monaten ein richtiges Schreibaby und schlug sich oft mit den Händchen an den Kopf. Die Eltern wären fast verzweifelt. Der Arzt sagte nur, es wären sicher Blähungen. Durch Bekannte hörten sie von der Osteopathie und probierten es aus.
Anna - heute zehn Monate alt - war eine so genannte Zangengeburt, und ihre Mutter hatte starke Presswehen. Die Schädelknochen konnten sich durch diesen Druck offenbar nicht mehr frei bewegen, so dass Anna starke Kopfschmerzen gehabt haben muss und deshalb schrie. Die Osteopathin konnte die Blockaden lösen, Knochenverbindungen am Kopf lockern: Anna hat jetzt keine Schmerzen mehr.

Die mentale Technik des  Reframing 
Wer den Rahmen beherrscht, bestimmt die Rahmenhandlung

Bekanntlich kann ein Bild, das man anschaut, je nach Rahmen völlig anders auf einen Betrachter wirken und sehr unterschiedliche Assoziationen auslösen. Ähnlich kann eine bestimmte Situation ganz verschiedenartig wahrgenommen und erlebt werden, sobald man einen neuen „Bezugsrahmen“ für ein zu deutendes Verhalten anbietet. Denn die Be-Deutung, die einem Ereignis zugemessen wird, hängt wesentlich von dem „Rahmen“ ab, innerhalb dessen wir die Dinge betrachten. Als Reframing („neu rahmen“) wird das umdeutende Vorstellen eines neuen Bezugsrahmens für ein bestimmtes – meist als unerwünscht betrachtetes – Verhalten bezeichnet.  

Wir können  z.B. die Bedeutung eines Verhaltens (gerade auch die eines anderen Menschen) dadurch verändern, dass wir einen Aspekt, den wir bisher übersehen haben, wahrnehmen und in die Neubewertung des vermeintlich störenden Verhaltens mit einbeziehen und damit die Bedeutung verändern, die das Verhalten für uns bisher hatte. In diesem Fall sprechen wir von einem Bedeutungsreframing. Z.B. „Immer wenn  mein Chef mit großen Augen direkt auf mich zukommt, bekomme ich Stress, weil er wieder etwas von mir erwartet. Ich werde verunsichert und kann mich nicht mehr konzentrieren.“ 

Veränderungsansatz: Wenn Ihr Chef so auf Sie zu kommt, könnte er doch auch zum Ausdruck bringen, dass er an Ihnen interessiert ist und sich Ihnen nähert, weil er Ihnen etwas zutraut und Ihnen die Chance geben möchte zu zeigen, was Sie drauf haben. 

Die Technik des  Kontextreframing sieht so aus, dass wir für ein Verhalten einen neuen passenden Kontext finden, in dem sich die Bedeutung des Verhaltens alleine durch den neuen Kontext verändert. Beispiel: „In meiner Meditationsgruppe halten mich alle für hektisch, ich leide unter meiner Hektik.“ Veränderungsansatz:  „Seitdem ich im Kegelclub bin, habe ich kein Problem mehr mit meiner Hektik, alle Kegelbrüder schätzen mein spontanes und dynamisches Verhalten. Und seitdem ich meine Lebendigkeit beim Kegeln auslebe, werde ich in der Meditationsgruppe wegen meiner lebendigen Ausgeglichenheit anerkannt.“ 

Schauen Sie einmal bei sich nach, was es da alles umzudeuten gibt und welches Verhalten sich in einen anderen Rahmen schieben lässt, um sich wohler zu fühlen und nicht mehr davon beeinträchtigt zu werden.

 Blockaden und das Konzept der Persönlichkeitsanteile

Solange der Regisseur die Rollen optimal besetzt und weiß, wer wann mit welchem Part auftritt, ist alles okay. Wenn sich die Teile jedoch verselbständigen, das Zusammenspiel vermissen lassen oder in Szenen auftreten, die nicht für sie geschrieben sind, hat der Regisseur eine schwierige Aufgabe. 

Gehirnforscher  haben herausgefunden, dass das menschliche Gehirn multipel ist: Die verschiedenen mentalen Fähigkeiten und Talente sind als „Multiminds“ organisiert und dominieren kontextbezogen oder temporär die Bühne des Bewusstseins. Wenn ein Teil von dem anderen dauerhaft nichts wissen möchte und/oder eine Rolle unkontrolliert spielt, ist eine Koordination bzw. Integration dieser disparaten Teilpersönlichkeiten geboten. Mehr Wahlmöglichkeiten entstehen aus der Flexibilität und dem Zusammenspiel aller Teile.  

Wenn wir uns mit Selbstmanagement und Veränderungsarbeit beschäftigen und uns bereits unsere Werte, Stärken und Defizite vergegenwärtigt sowie unsere Ziele definiert haben, kann es trotzdem passieren, dass wir innerlich blockiert sind. Z.B. haben wir uns für eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung entschieden, aber ein Teil in uns hindert uns an der Umsetzung. Ein innere Stimme sagt uns z.B.: „Sport ist Mord“. Gleichzeitig aber macht uns eine andere Stimme ein schlechtes Gewissen. Dieser „einerseits-andererseits-Konflikt“, den wir alle kennen, kann uns schwer zu schaffen machen. 

Es gibt auch Situationen, in denen wir uns von uns selber sabotiert fühlen durch Verhaltensweisen, die uns blockieren und die wir gerne loswerden möchten. Oft können wir uns selber nicht mehr verstehen und haben ein schlechtes Gewissen, wenn wir z.B. mal wieder inkonsequent waren, mit uns selbst ungeduldig, zu bequem etc. Dieses Hin- und Hergerissensein kann uns sogar in eine echte Identitätskrise stürzen, wenn wir uns mit der Frage quälen, was wir  tatsächlich wollen und wer wir denn eigentlich wirklich sind. 

Es beginnt mit der Eigenwahrnehmung. Dabei kommt es darauf an, all unsere Persönlichkeitsanteile kennenzulernen, um sie dann zu integrieren. Das kann manchmal sehr spannend, aber auch sehr mühsam sein, wenn uns dabei Teile und Facetten von uns begegnen, die „auf der Strecke geblieben“ sind, weil wir sie vielleicht unterdrückt oder nicht wahrgenommen haben.

 Hinter jedem Verhalten steht eine gute Absicht 

Das Modell der Persönlichkeitsanteile geht davon aus, dass hinter jedem Verhalten – mag es auch noch so merkwürdig, hinderlich und sinnlos erscheinen – ein dafür verantwortlicher Persönlichkeitsanteil steht, der eine positive Absicht hat, also für die Person etwas Gutes tun will, auch wenn dieser Person die positive Absicht nicht deutlich ist und sie sich gegen dieses Verhalten wehrt. Wenn wir uns nun gegen dieses Verhalten, das wir nicht verstehen und innerlich ablehnen, sträuben – z.B. gegen die Unlust Sport zu treiben, wehren wir uns gegen einen Anteil von uns selbst. Doch selbst wenn es uns gelingt, das unliebsame Verhalten für eine gewisse Zeit zu unterdrücken, wird dieser Anteil „im Verborgenen“ rumoren und für ein schlechtes Gefühl sorgen.

 Nicht integrierte Persönlichkeitsanteile 

Verdrängte Persönlichkeitsanteile können uns erheblich schaden, indem sie die Ziele, die wir bewusst verfolgen, in Momenten, in denen wir nicht damit rechnen, sabotieren. Sie können sogar für psychosomatische Beschwerden mit verantwortlich sein. Was wir zur Vordertür herausdrängen, kommt durch die Hintertür wieder ins Spiel. So erschaffen wir unsere Selbstblockaden. 

Was können wir mit solchen nicht integrierten Anteilen tun? – Der erste Schritt besteht darin, das störende Verhalten von dem dafür verantwortlichen Persönlichkeitsanteil zu trennen, indem wir mit ihm in Kontakt treten. Im zweiten Schritt müssen wir seine positive Absicht herausfinden, also erkennen, was er Gutes für uns tun will. Im dritten Schritt würdigen wir seine positive Absicht und erkennen ihn als einen Teil unserer Persönlichkeit an. Im vierten Schritt schlagen wir ihm eine angemessenere  Verhaltensweise vor, die sowohl seiner positiven Absicht gerecht wird als auch zu unserer heutigen Situation passt und kompatibel ist mit unseren aktuellen Zielen, Bedürfnissen und Anforderungen. Das mutet  zunächst schwieriger an, als es ist. Wir werden uns daher ein genaues Beispiel anschauen: 

Oft ist es so, dass wir noch Verhaltensweisen aus längst vergangenen Zeiten mit uns herumschleppen, die zu unseren heutigen Verhältnissen nicht mehr passen. Sie sind einfach nicht mehr hilfreich in unseren heutigen Kontexten und stören den Rahmen, den wir uns selbst geben, wenn wir unabhängig und selbstbestimmt handeln. Ein erfolgreicher, überarbeiteter und übergewichtiger Geschäftsmann beschloss auf Anraten seines Arztes schon vor einer Weile, Sport zu treiben. Doch zwischen all den athletischen und durchtrainierten Körpern kam er sich immer wie eine behäbige Dampfwalze vor. Und beschämt hatte er immer wieder das Handtuch geworfen und das Training eingestellt, das ihm wie ein Spießrutenlaufen vorkam. Selbst als er ein anderes Studio fand, in dem vornehmlich Gleichaltrige, auch Übergewichtige, trainierten, fühlte er sich unwohl, irgend etwas in ihm schien zu rebellieren und sich gegen jedwede Form körperlicher Ertüchtigung zu wehren. Er versuchte vergeblich, diesen inneren Unmut zu unterdrücken, und je mehr er dagegen ankämpfte, desto kurzatmiger wurde er. Bis er eines Tages ein Schlüsselerlebnis hatte: Er beobachtete eine Gruppe Kinder, die einen dicken Jungen hänselten und fühlte sich augenblicklich um 30 Jahre zurückversetzt. Er sah sich als Jungen im Sportunterricht, verspottet und verhöhnt von seinen Mitschülern, weil er es aufgrund seines Übergewichts nicht schaffte, am Seil nach oben zu klettern. – Damals hatte ein Teil in ihm sich geschworen, ihn vor derartigen Beschämungen zu schützen, ihn fortan vor jedweder Art von Sport zu bewahren und ihn auf eine weniger demütigende Art nach oben zu bringen... durch Einsatz und Training seiner geistigen Kräfte.  

So hatte er es auch nach ganz oben geschafft, doch wenn er nicht aufpasste, brachte ihn sein Unmutsverhalten und der dafür verantwortliche Persönlichkeitsanteil mit der positiven Absicht, ihn vor Demütigungen zu bewahren, um die Früchte seiner Arbeit. Er brauchte nun die körperliche Betätigung, um gesundheitlich nicht ganz herunter zu kommen. Ihm wurde plötzlich bewusst, dass sein Glaubenssatz „Sport ist Mord“ in seiner jetzigen Situation überhaupt keine Gültigkeit mehr besaß. Sein Unmut und Widerwille beim Sport waren ihm nun aber verständlich. 

Dann fiel ihm ein Artikel in die Hände: über Dickleibigkeit als Schönheitsideal in der Südsee und über die Ästhetik, Anmut und das Rekreationspotential  der langsam getragenen Bewegung im Tai Chi. Ihm wurde klar, dass sowohl seine körperliche Grundkonstitution als auch sein etwas behäbigerer Bewegungsmodus attraktive, kraftvolle und sportliche Ressourcen sein konnten. Er begann darauf mit Tai Chi und sein neuer Glaubenssatz lautete: „In der Anmut meiner Ruhe komme ich in den Fluss meiner  wohltuenden Bewegung.“  

Wie unser Beispiel zeigt, musste zuerst der überholte Glaubenssatz „Sport ist Mord“ ersetzt werden, bevor sich die Verhaltensblockade „Unmut beim Sport“ auflösen konnte. 

Es ist oft so, dass der Persönlichkeitsanteil, der für das unliebsame Verhalten verantwortlich ist, einen bestimmten Glaubenssatz gebildet oder übernommen hat, den er uns ständig „um die Ohren haut“. Wenn wir uns nachhaltig verändern wollen, müssen wir uns fragen, ob wir auch über die passenden Glaubenssätze und Selbstbilder verfügen. Alles beginnt eben in unserem Kopf, bzw. hört in unserem Kopf auf. 

Sorgen Sie dafür, dass kein Persönlichkeitsanteil vernachlässigt oder ausgeklammert wird. Hören Sie in sich hinein und gehen auf Tuchfühlung mit Ihren Anteilen. Stimmen Sie sich behutsam mit ihnen ab und verleihen jedem eine Stimme.  

Handeln Sie mit allen Ihren Anteilen ein persönliches Gesamtkonzept aus, mit dem alle Anteile einverstanden sind, dann wird Ihre Persönlichkeit eingestimmt sein wie ein gutes Orchester, in dem alle Instrumente zum richtigen Zeitpunkt  den richtigen Part spielen. Das verbessert Ihre Stimmung und trägt zu ihrer Harmonie und zu Ihrem Wohlergehen bei. 

Robert Reschkowski
Coach und Kommunikationstrainer 

Weitere Informationen bei:

SYNTEGRON® – Ganzheitliche Lebensberatung und Training für berufliche und persönliche Entwicklung 

www.syntegron.de

e-Mail: RRtual@aol.com

Quelle: BALANCE 3/2005 


An gebrochenem Herzen sterben?
Plötzlicher emotionaler Stress, wie er zum Beispiel nach dem Tod eines geliebten Menschen, während eines Raubüberfalls oder Autounfalls ausgelöst wird, kann sich in einer Herzmuskelschwäche äußern, die häufig mit einem Herzinfarkt verwechselt wird. Auch ein bevorstehender Vortrag oder Gerichtstermin sowie eine Überraschungsparty können das so genannte „Broken Heart Syndrome“ verursachen.

Was als nette Überraschungsparty gedacht war, endete für die 60-jährige Petra L. auf der Intensivstation: Als die Frau ihre Wohnung betrat, sprangen die Gäste aus dem Dunkeln hervor, um sie freudig zu begrüßen. Danach musste jedoch der Notarzt gerufen werden, denn Petra L. kollabierte. Auf der Intensivstation des Krankenhauses konnte ihr ein Herzunterstützungssystem in der Aorta das Leben retten. Warum die Frau kollabierte, blieb zunächst unklar. Außer einer Hypertonie (Bluthochdruck) hatte sie keine Risikofaktoren, die auf eine Herz-Kreislauf-Krankheit hingedeutet hätten und auch die für einen Herzinfarkt typischen pathologischen Veränderungen wies sie nicht auf.

Fälle wie der von Petra L. blieben lange ein medizinisches Rätsel, obwohl das Phänomen schon in den 80-er Jahren beschrieben wurde. In jüngerer Zeit jedoch haben sich Wissenschaftler der Problematik angenommen und dem Leiden einen Namen gegeben: „Broken Heart Syndrome“ – Syndrom des gebrochenen Herzens.

Menschen, die unter dem „Broken Heart Syndrome“ leiden, werden häufig als Herzinfarkt-Patienten ins Krankenhaus eingeliefert. Dies berichten jetzt Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Die Krankheit, die von Ärzten auch Stress-Kardiomyopathie genannt wird, tritt vor allem bei Frauen im mittleren bis hohen Alter auf. Plötzliche intensive und belastende Gefühlszustände können zu einer hohen Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin führen. Diese haben einen erheblichen Einfluss auf die Herztätigkeit und rufen Symptome hervor, die denen des Herzinfarkts sehr ähnlich sind: Die Betroffenen leiden unter Brustschmerzen, Flüssigkeit in der Lunge, Atemnot und Herzmuskelschwäche. Der Gedanke, an einem gebrochenen Herzen zu sterben, hat damit eine neue Bedeutung gewonnen.

Doch ganz so schlimm muss es nicht kommen. Der Kardiologe Ilan Wittstein und sein Team haben das Krankheitsbild mit dem nahezu poetisch anmutenden Namen genauer untersucht und mit den Symptomen des Herzinfarkts verglichen. So sind die Arterien bei „Broken Heart Syndrome“-Patienten nicht blockiert und auch die für einen Infarkt typischen Enzyme konnten bei der Blutuntersuchung nicht festgestellt werden. Ebenso wenig waren irreversible Schäden des Herzmuskels nachweisbar. Besonders überraschend war, dass die Beschwerden meist innerhalb von zwei Wochen auskuriert werden konnten, während Infarktpatienten oft monatelang, gelegentlich sogar lebenslang, unter den Beeinträchtigungen ihrer Herztätigkeit leiden müssen.

Bei Menschen mit dem „Broken Heart Syndrome“ konnten hohe Spiegel von Stressproteinen und -hormonen nachgewiesen werden, mehr als zwei- bis dreimal so hoch wie bei Infarktpatienten. Die Forscher führen diese Ergebnisse auf den Einfluss des vorangegangenen emotionalen Stresszustandes zurück. Gleichzeitig wurde eine veränderte Kontraktion des Herzens beobachtet, eine charakteristische Bewegungsstörung der Herzspitze. Möglicherweise kommt es in diesem Zusammenhang zu einer Verkrampfung der Herzgefäße. Auch eine direkte „Vergiftung“ der Herzmuskelzellen durch die Stresshormone wird diskutiert. Was aber genau beim „Broken Heart Syndrome“ passiert und auch die Frage, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer, müssen weitere Studien klären.
BSMO, 01.03.2005

Nach Informationen von Newswise und des Deutschen Ärzteblatts
Herzinfarkt: Sofort den Notarzt rufen
Krankheitsbild: Herzinfarkt
Anti-Stress-Strategien



Wunderwaffe Ananas - auch bei Asthma?
Dem Enzym Bromelin, das im Saft der frischen Ananas enthalten ist, werden die Eigenschaften einer Wunderwaffe zugeschrieben: Es beruhigt empfindliche Stellen im Körper, es beschleunigt den Heilungsprozess bei Stauchungen ebenso wie bei äußeren Wunden, es hilft bei Sinusitis und bei Problemen des Verdauungsapparats; selbst bei rheumatisch bedingter Arthritis zeigt es Wirkung. Ein weiterer Pluspunkt des Enzyms ist, dass es auch die Gewichtsreduzierung unterstützt. Doch in der Ananas steckt noch mehr: Sie hat im Vergleich zu den meisten anderen Früchten einen höheren Gehalt an Vitamin C und auch die Vitamine A, B6, B2 und B1 sowie die Mineralstoffe Folat, Eisen und Mangan sind in dieser Frucht enthalten. Mit ihrem hohen Gehalt an Bromelin und B- und C-Vitaminen leistet die Ananas auch der Haut wertvolle Dienste: Ananas- Peelings und -Masken sorgen für ein glattes und jugendlicheres Hautbild, reinigen verstopfte Poren, helfen bei Akne und mildern Fältchen.

Jetzt konnten amerikanische Wissenschaftler in Tierversuchen zudem zeigen, dass das Enzym Bromelin auch Entzündungen lindert, die im Zusammenhang mit Asthma stehen. Der Studienleiter Dr. Eric Secor vom University of Connecticut Health Center will nun in einem weiteren Versuch erforschen, ob das Bromelin bei Menschen die gleiche Wirkungsweise zeigt wie es die Tierversuche vermuten lassen. Im positiven Fall könnten die Erkenntnisse für Millionen von Menschen, die unter Asthma leiden, den Durchbruch bedeuten. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in kontrollierten klinischen Versuchen mittels Stichproben die Wirksamkeit des Bromelins im Zusammenhang mit Asthma zweifelsfrei feststellen können", berichtet Dr. Eric Secor.


Essen wir uns dumm?
Ernährung: Das Gehirn braucht Energie. Doch der Treibstoff ist oft von schlechter Qualität. Schlägt uns die Nahrung auf den Geist?

Von Hans-Ulrich Grimm
Generationen von Kindern ernähren sich unausgewogen, klagen Experten und warnen: Das sei Gift fürs Gehirn.
Der Mann sorgt sich um seine grauen Zellen schon beim Frühstück. Er nimmt Orangensaft - wegen der Vitamine. Dann Tee, Schwarzbrot mit Tomate, und Joghurt, der enthält Eiweiß. Einen Apfel als Energielieferanten, denn das Hirn braucht Power.
Konrad Beyreuther ist Professor an der Uni Heidelberg und Alzheimer-Experte: "Die Ernährung ist wahrscheinlich die entscheidende Komponente bei Alzheimer." Weltweit nehmen die Hirnstörungen Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose zu. Auch die Seele leidet öfter. Bei Kindern breiten sich Hyperaktivität und Lernstörungen aus. Forscher fürchten, dass die Geistesleistung zurückgeht, die Hirne schrumpfen. Verantwortlich sei die schlechte Qualität der Nahrung.

Essen wir uns dumm? Das Gehirn ist auf Energiezufuhr angewiesen, aber die Qualität der Nahrung lässt nach, und damit steigt das Risiko für Geist, Gedächtnis und Psyche. Britische Forscher beklagen einen Rückgang der Geistesleistung: In Indien seien 56 Prozent der Schüler nur eingeschränkt lernfähig, in Polen und Tschechien habe sich die Zahl der Sonderschüler verdoppelt. Auch in Großbritannien sinke die "genetische Komponente der Intelligenz" um einen halben Prozentpunkt pro Generation, klagt Prof. Michael Crawford von der Universität von Nord-London. Die Folge: "Die Kapazität des Gehirns nimmt nicht mehr zu, sondern ab." Schuld seien die Nahrungsindustrie und ihr Bestreben, "billige Nahrung herzustellen". Die Revolution in der Landwirtschaft habe zwar dank Kunstdünger und chemischen Giften die Erträge explodieren, aber hirnwichtige Bestandteile wie Eisen und bestimmte Fette schwinden lassen.

Meist verspeist wird ungesundes Fett, etwa in Hamburgern: "Generationen von Kindern leben überwiegend von Junkfood", klagt Basant Puri vom Londoner Hammersmith Hospital. Das sei "Gift fürs Gehirn". Es fehlt an Omega-3-Fetten, die die Gedanken flutschen lassen. Der Rückgang gehe einher, so Crawford, "mit einem Aufschwung von Funktionsstörungen des Gehirns".

Büffel in Busch und Savanne hatten 30 Prozent an Omega-3-Fetten in Milch und Fleisch. "Agribusiness", sagt Artemis Simopoulos vom Zentrum für Genetik, Ernährung und Gesundheit in Washington, "hat zum Rückgang der Omega-3-Fette bei Tierkörpern beigetragen". Kraftfutter gemästete Rinder bringen es noch auf zwei Prozent. Bei Fischen, den wichtigsten Omega-3-Lieferanten, schwinde der Gehalt an den wertvollen Fetten.

Die Nahrungsmittelindustrie ist über den Omega-3-Schwund nicht unglücklich, denn Produkte mit diesen Fettsäuren verkürzen die Haltbarkeit, ein wichtiges Kriterium in den Supermärkten. Dafür eingesetzte Zusatzstoffe wirken auch aufs Gehirn. Etwa der Geschmacksverstärker Glutamat. Auch Zitronensäure, in vielen Lebensmitteln enthalten, kann den Transport von Aluminium ins Gehirn befördern - und so das Alzheimer-Risiko erhöhen. Farbstoffe verändern Verhalten und Lernleistung - und werden von Kindern in hohen Mengen verspeist. Diese hätten "signifikante Auswirkungen auf den sich entwickelnden Organismus", sagte Bennet A. Shaywitz von der Yale-Universität.

Bei der Zulassung von Zusatzstoffen zählten die Folgen fürs Gehirn (Neurotoxizität), nicht zum Test-Pflichtprogramm. Es ist ergänzungsbedürftig, meint Prof. Beyreuther: "Wir müssen untersuchen, ob Lebensmittel oder Zusätze das Hirn schädigen können."

erschienen am 10. Dez 2003 in WissenWeitere Informationen:
Hans-Ulrich Grimm: "Die Suppe lügt" (8,90 Euro). Neu: "Die Ernährungslüge. Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt" (19,90 Euro), Droemer Verlag   

     

Wußten Sie schon....

... dass Menschen, die täglich mindestens 2-3 l stilles Wasser trinken Ihr Risiko, an Krebs oder anderen schweren Erkrankungen zu sterben, um 80% reduzieren!

... dass Nahrungsmittel, die einmal in der Mikrowelle zum Auftauen, Kochen oder Erwärmen waren, dem Körper keine Nährstoffe mehr liefern!

... dass Zimt nachweislich einen positiven Einfluß auf den Zuckerspiegel bei Diabetes Typ II (Alterszucker) hat!

Im Moment bereite ich weitere Inhalte für diesen Bereich vor. Um Sie auf gewohntem Niveau informieren zu können, werde ich noch ein wenig Zeit benötigen. Bitte schauen Sie daher bei einem späteren Besuch noch einmal auf dieser Seite vorbei. Vielen Dank für Ihr Interesse!